Ortschaft Ovenhausen

Neue Kirche

Die Erstkommunionfeier des Jahres 1958 wurde auf Ostermontag vorverlegt. Am Osterdienstag wurde das letzte hl. Opfer in der alten Kirche gefeiert, als Bittmesse für ein gutes Gelingen des Kirchenneubaus.Dann wurde der Unterbau des Hochaltars in den großen Raum des Jugendheims geschafft, und dort fand den ganzen Sommer und Herbst hindurch der Gottesdienst statt. Die alte Kirche wurde abgebrochen, und auf demselben Platz begannen die Ausschachtungsarbeiten für die neue Kirche. Am Pfingstmontag legte Prälat Henneke den Grundstein zur neuen Kirche, am Patronatstage der hl. Maria Salome war bereits das Richtfest, und am dritten Adventssonntag, Gaudete, erhielt die notdürftig fertiggestellte Kirche die vorläufige Benediktion im Rahmen einer feierlichen Nachmittagsandacht mit Einzug des Allerheiligsten aus dem Jugendheim unter jubelnder Freude der ganzen Gemeinde. Das große Werk war vor Einbruch des Winters geschafft! Die weihnachtliche Mitternachtsmesse war das erste hl. Opfer in der neuen Kirche. Nachdem dann nach und nach das Äußere und Innere der Kirche ganz vollendet war, wurde sie am 2. September 1961 durch den hochwürdigsten Weihbischof Nordhues konsekriert.Die Kirche ist fast ganz einheimische Ovenhausener Arbeit! Planung, Maurerarbeiten, Zimmerarbeiten, Schreinerarbeiten, Klempnerarbeiten, Installationsarbeiten, elektrische Anlagen, Schmiedearbeiten, Malerarbeiten, Plattierungsarbeiten, der Hochaltar aus rotem Marmor, Seitenaltärchen, Kanzel, Kommunionbank, Bänke, Orgelbrüstung, alles ist Erzeugnis einheimischen Könnens! Nach auswärts vergeben wurde lediglich das Dach, die Holzdecke, die Fenster und die Heizung.Kirchenschiff und Turm sind eine bauliche Einheit. Der breite, massige Turm steht fest in der Erde gegründet und weist doch ragend zur Höhe. Er steht außerordentlich gut im Dorfbild und in der ganzen Landschaft. Der Kirchenraum selbst ist weit und klar und von einer sakralen Stimmung erfüllt, die sich jedem Eintretenden sofort überträgt. Der Chorraum ist erhöht. So ergibt sich ein „Hochchor“, das wie ein Heiliger Berg wirkt.Es ist oft gefragt worden: Was ist das einmalig Besondere, das diesem Kirchenraum seine starke Wirkung verleiht? Das Besondere an ihm ist, dass er keinerlei Anspruch auf etwas Besonderes, noch nicht Dagewesenes erhebt, sondern lediglich durch seine bescheidene, schlicht-ruhige, einfach-natürliche, echte, klare, wahre, ausgeglichene Art wirkt. Und nach oben ist das Ganze leicht überwölbt durch eine gefällige Holzdecke, welche die Helligkeit des Raumes wohltuend mildert.